Die Zentralstelle für Nachrichtennetze ist in Wikipedia beschrieben.

Nachstehend ist zur Ergänzung die Zeittafel der Tätigkeiten von 1957-1990 eingefügt

 

Zeittafel zur Geschichte der Zentralstelle für Nachrichtennetze ZFN


Jahr 1957
Funktionsmustererprobung einer Kurzwellenfunkstation FK 20/5 (20 Watt) und einer Fernsprech-Handvermittlung;
Mai 1962
Teilnahme an einer Ausstellung neuentwickelter Militärtechnik der Teilnehmerstaaten des Warschauer Vertrages in Lwow.
Die Nationale Volksarmee (NVA) stellte aus:
Funkmittel
drahtgebundene Übertragungs- und Endtechnik
Fernschreibhandvermittlung
Kabelverleger
Feldkabeltypen
elektronische Ausbildungsmittel
Dezember 1962
Ein Faradayscher Käfig für HF-Untersuchungen geht in Betrieb
9-14. September 1963
Parallel zur Übung „Quartett 63“ wir neue bzw. in Entwicklung befindliche Nachrichtentechnik durch Offiziere der NES vorgestellt.
Kabelverleger auf LKW G5
KW-/UKW-Empfänger EKB / EUB
Funkpult 25
Feldfernsprecher FF63
Trägerfrequenz-Telefoniegeräte TTF-1 und TTF-5
Fernschreiber T63
Oktober 1963
Teilnahme an der Tagung der Zentralen Arbeitsgruppe (ZAG) im Institut der Ungarischen Volksarmee zu
-taktisch-technische Forderungen für 1kW-Einseitenband-UKW-Funkstelle,
später als R-137 benannt, späterer Import geplant
August 1964
Im Zentralen Nachrichteninstitut der Sowjetarmee wird der Prototyp der Einseitenband-funkstelle R140 vorgestellt, Einführung in die NVA 1968/69 avisiert.
deshalb wird die Entwicklung „ESG 1000“ (Funkwerk Köpenick) eingestellt
Mai 1965
Teilnahme an der Ausstellung militärischer Führungs- und Ausbildungstechnik in Lwow.
Funkpult für Tast- und Hörfunkausbildung mit zugeordneten
KW- und UKW-Empfangsgeräten
Erprobungen neuer Nachrichtentechnik werden künftig in der Truppe durchgeführt.
Jahre 1961-1965
Nach der Betreuung der Entwicklung durch die Erprobungsstelle und erfolgreicher Erprobung
werden die nachstehenden Nachrichten- und Ausrüstungsmittel truppenwirksam eingeführt:
Funktechnik-/Richtfunktechnik:
Kurzwellenempfänger EKB und UKW-Empfänger EUB, tragbarer/ mobiler Einsatz
Kurzwellensender SS1000 (1kW), stationärer Einsatz
Kurzwellenempfänger EKN und EKN-F1
Funkempfangstrupp auf Spezial-Kfz LO 1800/1 fürvariable Ausrüstung mit den Empfängertypen EKB, EUB, EKN, R-311, R-312, R-313
Richtfunkgeräte RVG 924A/B/C für stationären Einsatz
Kurbelteleskopmast KTM-10
Funkgerätesatz „Artl“ auf Spezial-Kfz P3 für die Funkverbindung der Feuerleitung auf B-Stellen mit Kommandeursfernbediengerät KFG-2
Funkpult FP-25 für Tast- und Hörfunkausbildungsklassen
Fernmeldetechnik:
Feldfernsprecher FF63
Fernsprechhandvermittlungen OB62/10 und OB62/20-60 für10-60 Teilnehmer
Trägerfrequenz-Telefoniegeräte TTF-1 und TTF-4 für 1 bzw. 4 Kanäle
verschiedene Feldfernkabeltypen, LFK, LFL
Fernsprechvermittlung OB62/40 mit Fernvermittlungszusatz auf Kfz LO 1800
Fernsprech-Stabsvermittlung OB62/60auf Spezial-Kfz G5
Fernschreib-Handvermittlung HV/T10-64 auf Spezial-Kfz LO 1800
Mechanisierung/Werkstätten/Sonstiges:
Bauwagen Nachrichten auf Spezial-Kfz LO1800 für manuelle Verlegung von
Feldfernkabel mit Kabelhandkarre KHK-60
LFK-Verlegeeinrichtung auf Kfz LO 1800 mit handbetriebener
Auf- und Abspuleinrichtung
Nachrichtenwerkstatt I auf LO 1800, Nachrichtenwerkstatt II auf Kfz G5
Akku-Ladeeinrichtungen auf LO 1800 bzw. G5
Kurierstelle auf Spezial-Kfz LO1800
Jahr 1966
Neben der Betreuung rein militärischer Entwicklungen wurde zusätzlich begonnen, zivile Entwicklungsthemen im Interesse der Landesverteidigung zu beeinflussen, Diese neue Thematik prägte künftig das Profil der NES und der späteren ZFN:
Stellungnahmen zu Themenplanungen im Staatsplan
Koordinierung mit anderen Sonderbedarfsträgern (Bedarf / Pflichtenheftsparameter)
Mitwirkung bei der Erarbeitung von Pflichtenheften und deren Begutachtung
eigene experimentelle Untersuchungen als Entwicklungsvorlauf
Erprobung von Mustern der jeweiligen Entwicklungsstufen.
Jahr 1967
Wissenschaftlicher Tag zum 10-jährigen Bestehen der Erprobungsstelle.
12.-17. Oktober 1970
Teilnahme an der Übung „Waffenbrüderschaft 70“ im Raum Cottbus / Burg
Zur Vorbereitung werden durch Offiziere der NES zwei stationäre Fernsprechvermittlungen
errichtet und in Betrieb gesetzt.
der neu erarbeitete Dämpfungsplan für das Feldnetz wird erprobt
der neue Transistor-Allverstärker TAV-70 wird erstmals eingesetzt
im Ergebnis wird die Endfassung des Dämpfungsplanes vorgelegt
Jahre 1966-1970
Die nachfolgenden Entwicklungen, die von der NES betreut wurden, werden truppenwirksam:
Funk-/Richtfunktechnik
Richtfunkgerätesatz RT 415/417
Funkpult FP10, transportabel für Feldlager, Tast- und Hörfunk, 10 Teilnehmer
UKW-Verkehrsfunktechnik der Typenreihe 400, davon Sende- und Empfangsgerät
UFS 401 für Kfz, Zentralstation UFZ 501, Handfunkgerät UFT 421 für territoriale, nicht feldmäßige Einsatzfälle
Fernmeldetechnik
Transistor-Allverstärker TAV-70
moderner Feldfernsprecher FF-63M
Fernschreiber T63-SU13
Feldkabelmeßgerät FKMG-66/66M
Ozillographischer Relais-/verzerrungsmesser ORV TM66
TF/WT-Gerätesatz 16/12 auf Spezial-Kfz G5 mit 4xTTF-4 und 2xWTT-6
Fernschreibtrupp 5 auf LO 1800 mit 5xT63-SU13
Wechselsprechanlagen für 5/10 Teilnehmer WSG/M5 und WSG/M10
Mechanisierungsmittel
Kabelverlege- und Transportgerätesatz auf G5 mit Kabelaufspuleinrichtung KAV-63
für teilmechanisierte Verlegung und Aufnahme von Feldfernkabel
Kabelwartungseinrichtung KWE-66 für feldmäßige Bedingungen
Kabelverlegepflug für Feldfernkabelverlegung
01. Dezember 1971
Der „Dämpfungsplan 71 für das Fernsprechnetz der Feldführung“ wird in Kraft gesetzt
und in der Folgezeit bei Übungen durchgesetzt („Elektronik 72“, „Komplex 72“).
Der Transistor-Allverstärker TAV-70 ist dabei wesentliches Element.
Jahr 1971
Die Einseitenband-Kurzwellen-Funkstelle R140/R140D wir aus Polen importiert und eingesetzt. Neue Leistungsmerkmale sind:
geringere Störanfälligkeit, größere Reichweite mit Boden- und Raumwelle
Arbeit mit Dachantenne beim Marsch
zehn vorprogrammierbare Frequenzen
gleichzeitige Nutzung es oberen und unteren Seitenbandes
Wechsel von Frequenz und Betriebsart in maximal 30 Sekunden
Betriebsartenkompatibel mit dem stationären Sende-Empfangssystem aus dem
Funkwerk Köpenick, KN1-E / EKD
Dafür werden durch die NES je eine bedienpsychologisch aufbereitete Kurzbeschreibung und Bedienungsanleitung in deutscher Sprache erarbeitet.
09. Februar 1973
Der Ministerrat der DDR erlässt die Anordnung zur Errichtung des Sondernetzes S1 1976-85,
zu planen für alle staatlichen Organe und Kombinatsleitungen.
Jahre 1973-1974
Die NES erprobt dafür die Automatische Nebenstellen-Zentrale ATZ 65N im Wehrbezirks-Kommando Neubrandenburg mit Erfolg.
Für die Haupt-,Knoten- und Zwischen-Ämter werden Einzelkomponenten erprobt.
1. Halbjahr 1974
Der Richtfunkgerätesatz R-405 XN1 auf Spezial-Kfz SIL-131 wird aus Ungarn importiert.
Mitwirkung an Technischen Forderungen und Erprobungen durch NES
1. Februar 1975
Die Erprobungsstelle NES wird aufgelöst und fusioniert zur ZFN (siehe Punkt 1)
Die neuen zusätzlichen Aufgaben sind:
Netzplanung und Investitionsvorbereitung Sondernetz S1
Erprobung und termingerechte Inbetriebsetzung der Nullserienämter, das waren zwei Haupt- und zwei Zwischenvermittlungsstellen.
1. Halbjahr 1975
Für die Verkabelung und Ausrüstung des Grenzmeldenetzes wurden durch die ZFN nach technischen Untersuchungen Anforderungen erarbeitet.
2.Juli 1975
Der Minister für Nationale Verteidigung bestätigt die von der ZFN erarbeitete Vorlage zur Grundsatzentscheidung über Investitionen für die Nullserienämter des Sondernetzes S1.
2. Halbjahr 1975
Die ZFN projektiert die Umrüstung der Gerätesätze TF/WT 8/16 von Amplitudenmodulation (WTT) auf Frequenzmodulation (MWT), zwecks Umrüstung durch die Zentrale Nachrichtenwerkstadt (ZFN).
November 1975
Nach Einführungsuntersuchung durch ZFN werden die importierten Schalt- und Dispatcher-Gerätesätze P-247 und P-249 in die Truppe eingeführt.
Jahr 1975
Die 800W-Einseitenband-UKW-Funkstelle R-137 wird truppenwirksam eingeführt.
Der Frequenzbereich bis 60 MHz überlappt sich mit dem der R-140, Reichweite bis 150 km, mit kompatiblen Betriesarten.
Die ZFN betreut die Entwicklungsdurchführung (für mobilen und stationären Einsatz):
Trägerfrequenz-Telefoniegerät MTF 12/24
Niederfrequenz-Anpasseinrichtung MNF 12/24
Richtfunkgerät FM 24/400
Gerätesatz GS TF/WT für Trägerfrequenz-Telefonie und Wechselstrom-Telegraphie –
Übertragung auf Kfz W50, Gerätebasis: MTF 12/24 und MWT
Richtfunkgerätesatz GS RF/TF auf Kfz W50, Gerätebasis: FM24-400, MTF 12/24
Fernschreibhandvermittlung FsHV 40 auf Kfz W50, Gerätebasis RLD 80 (aus Polen)
Mobile Automatische Fernsprechvermittlung ATZ 65 N/Bm
Mobile Batterie-Ladeeinrichtung MBLE auf Kfz UAS-469 und LO 2002
Telegraphie-Übertragungs-Gerätesatz WT 24 auf Kfz LO 1800
Sprechgerätesatz SGS 15 für das Grenzmeldenetz
Militärisch beeinflusst werden die zivilen Entwicklungsthemen:
UKW-Handfunksprechgerät UFT 771 (0,7 m-Band)
Einseitenband-Kurzwellenempfänger EKD 100
Für das Sondernetz S1 wurden die Fertigungsmuster der ATZ 65B erprobt und die Nullserienproduktion freigegeben.
Jahre 1971-1975
Die nachfolgenden Entwicklungen, die von der NES betreut wurden, werden truppenwirksam:
Funktechnik:
Einseitenband-Kurzwellensender KN1E (1Kw)für stationären Einsatz
Einseitenband-Kurzwellenempfänger EKV für stationären Einsatz
Einseitenband-Kurzwellenempfänger EGD01
Einseitenband-Kurzwellen-Sende-/Empfangsgerät SEG 15D
UKW-HandfunksprechgerätUFT 422
Fernmeldetechnik:
FM-Wechselstromtelegraphiegeräte MWT-6, MAS-6, MWT-1/2
Fernsprechhandvermittlung, modernisiert OB62/20-60M für 20-60 Teilnehmer
Feldfernkabel FFK-250
Fernschreibpult FSP-20
Mechanisierungsmittel
Kabelverlegegerätesatz KVU-1 auf Spezial-Kfz URAL 375D/PK
Kabeltransportgerätesatz KTU-1 auf Spezial-Kfz URAL 375
Bauwagen FFK/FVK
Jahr 1976
Das Militärtechnische Institut wurde gegründet und übernimmt die Vertragsführung für
alle Entwicklungsthemen für feldbezogenen Einsatz. Die ZFN wirkt an Pflichtenheften und Erprobungen mit. Die ZFN bleibt zuständig für Technik in stationären Nachrichtennetzen.
I. Quartal 1976
Für das Sondernetz S1 werden je zwei Haupt- und Zwischenvermittlungstellen der Nullserie und eine weitere Hauptvermittungsstelle investiert.
1. HJ 1976
Nach einer Konzeption der ZFN wir in Nachrichtenwerkstätten ein Gerätesatz ZUSS zur zentralen Führung des Nachrichtensystems produziert.
IV.Quartal 1976
Die ZFN beginnt mit Studien und Programmierversuchen zum Einsatz des Mikrorechners K1510 zur Darstellung der Kanalzustände im Gerätesatz P-249
Jahr 1976
Die geplanten Investitionen im Sondernetz 1 werden zu 96% erfüllt.
Das Fertigungsmuster für Zweitnebenstellen-, Nebenstellenübergangs- und Platzverkehrs-technik wird erprobt und die Nullserienproduktion freigegeben.
Truppenwirksam werden:
der importierte Gerätesatze P-255A/B mit TF-Übertragungseinrichtung
für die Nachrichtenzentrale
Telegraphie Gerätesatz WT24
Funkgerätesatz Artillerie auf AUS-469 (modernisiert)
UKW-Handfunksprechgerät UFT 721
Die Entwicklung der Gerätesätze I-III für die Grenztruppen wurde begonnen
Die zivile Entwicklung des Funkgeräts SEG 100D (Einseitenband, Kurzwelle) wird aufgenommen und militärisch beeinflusst.
Januar 1977-März 1978
Die Werkserprobung der Nullserie der Vermittlung ATZ65B für das Sondernetz wird am 31.7.1977 abgeschlossen. Am 12.04.1977 wird vom Stellv. des Ministers und Chef des Hauptstabes STMCHS die Anordnung über die Betriebserprobung der Nullserienämter. erlassen und das Programm dafür am 15.07 1977 bestätigt. Die Betriebserprobung vom 1.09.1977-28.02.1978 war positiv.Die Serienproduktion der ATZ 65B wird entsprechend Erprobungsbericht vom STMCHS am 24.04.1978 erteilt.
I.Quartal 1977
Im ungarischen Werk Videoton wird die Entwicklung der Kommandostabsfahrzeuge „Phobos“ und „Deimos“, spätere Serienbezeichnung R-1125 und R142, abgeschlossen.
Das war das Ergebnis einer zweiseitigen Zusammenarbeit UVR/DDR seit Oktober 1973.
Lieferung der Kommando-Stabsfahrzeuge R-1125 und R-142 im I. Halbjahr 1977
Lieferung einer speziellen Variante der R-1125 mit Funkgerät SEG 15D an das
Ministerium des Inneren
I.-III. Quartal 1977
Truppenwirksamer Abschluss der Einführungsuntersuchungen
Mobile Fernsprechzentrale P-251 und P-253
Spezialfernsprechvermittlung P-252
31. Mai – 7. Juni 1977
Teilnahme von Offizieren der ZFN an der Übung „SAPAD 77“ zur Anleitung beim Schalten, Prüfen und Messen neuer Nachrichtentechnik.
Jahr 1977
Ein Gerätesatz P-161 zur stationären Alarmierung wird erprobt und in der Hauptnachrichtenzentrale eingesetzt.
II. Quartal 1978
Die Inbetriebnahme der ersten Netzgruppe des Sondernetzes S1 wird zum 7.10.1978 geplant,
bestehend aus Nullserienkomplex und weiteren drei Haut-/Knotenämtern.
III: Quartal 1978
Die ATZ 65 Entwicklungsetappe E2aII wurde abgeschlossen und Serienfreigabe erteilt.
Jahr 1978
Die Einführungsuntersuchung zum importierten, hydraulischen Funkmast „SOSNA“ wird truppenwirksam abgeschlossen.
Oktober 1979
Nach Probebetrieb wird die 1. Netzgruppe des S1 in Betrieb genommen. Angeschlossen waren 35 Endvermittlungsstellen und 60 Probeteilnehmer. Die Betriebsverluste bei Verbindungen innerhalb der ATZ 65N /ATZ 65B-Familie waren kleiner al 1,5% und mit Einbeziehung alter GWN-Endvermittlungen kleiner 4%.
Der manuelle Probebetrieb ist künftig wegen Aufwand nicht tragfähig.
Rechnergestützte Abnahmeverfahren werden schrittweise konzipiert.
Daraus entstand das spätere Prüfgerätesystem „PGS“.
Jahr 1979
Nach Einführungsuntersuchung werden truppenwirksam.
Mobiler Richtfunkgerätesatz R-404M3
Mobiler Richtfunkgerätesatz R-409
Die militärische Beeinflussung der zivilen
Einseitenband-Kurzwellenempfänger EKD 111
Einseitenband-Kurzwellenempfänger EKD 300
war erfolgreich. Die Serienproduktion 1980/81 wird truppenwirksam.
23.-26. Januar 1980
Die Kontrollgruppe des Chef Nachrichten (CN) stellte fest, dass die ZfN als Investitionsauftraggeber (IAG) für das S1 und als technisch-wissenschaftliches Organ des CN
ihre Rolle gerecht wird. Hervorgehoben wurde:
Netzplanung und Netzanfahrkonzeption des S1
Unterstützung der Zentralstelle für Schaltung und Betrieb des S1, die ZFSB.
04.-12. September 1980
Während der Übung „Waffenbrüderschaft 80“ demonstrieren Angehörige der ZFN die Versuchsobjekte:
Automatisierter Frequenzdispatcherplatz auf Basis von Baugruppen des
Mikrorechners K1510
Kanalzustandsdarstellung mit K1510, gekoppelt an Fahrzeug P-249
Überwachung des Informationsdurchlauf in Nachrichtenzentralen
Mobiles Fertigungsmuster ATZ65N/B
Erkenntnisse zur künftigen „Konzeption zum Planen und Schalten von kanalbildenden Einrichtungen im Netz der Feldführung“ (TF-Konzeption Feldnetz).
Jahr 1980
Aus Importen nach Einführungsuntersuchung werden truppenwirksam eingeführt:
Trägerfrequenz-Übertragungseinrichtungen P-257, P-258
Einseitenband-Kurzwellen-Funkstelle R-136
Februar 1982
Die ZFN erarbeitet die Studie „Mikrorechnergesteuerte Funklinie“ im Ergebnis von Vorlaufforschungen mit Vorschlägen zu einer Versuchsfunklinie.
April 1982
Die ZFN legt die „Langfristige Konzeption zur Durchführung von militärischen Forschungs- und Entwicklungsvohaben im Fünfjahrplan 1986-1990“ dem CN zur Bestätigung vor.
September 1982
Mit der Nutzung der Knotenvermittlungsstelle in Suhl wird der Aufbau der oberen Netzebene (Haupt- und Knotenvermittlungsstellen HVSt und KVSt) wird abgeschlossen. Die Investitionsdurchführung der Zwischenamtsebene mit ZVSt wird begonnen.
Jahr 1982
Aus Importen nach Einführungsuntersuchung werden truppenwirksam eingeführt
Fernbedien-Gerätesatz R-151M
Funkdispatcher-Gerätesatz R-453
Funkempfangsgerätesatz R454F
Nach Entwicklung in der Industrie werden truppenwirksam eingeführt
Mobile Fernsprechvermittlung ATZ 65 N/B
Mobile Fernschreib-Handvermittlung FSV 40m
Aus dem Rationalisierungsmittelbau (Nachrichtenwerkstatt MBIII) wird eingeführt:
Zwei Gerätesätze zur Zustandsdarstellung von Kanälen auf Basis Mikrorechner K1510
Zwei Funkdispatcher-Gerätesätze GFD 200
Jahr 1983
Der Jahresplan der Investitionen im Sondernetz 1 wurde zu 100% erfüllt.
Im Rahmen des Entwicklungsthemas „Prüfgerätesystem PGS 65“, konzipiert ab 1979
für das Sondernetz 1, wird eingeführt:
Das Hauptgerät „Universeller Steuer- und Analyserechner USAR“
Ein ergänzender Umsetzer für Anbindung am Sondernetz 1 wird produziert:
Betriebsübergangs-Leitungsumsetzer BüLUs
Dadurch werden Umsetzerreihungen zur Anpassung fremder Vermittlungen ersetzt.
Nach Einführungsuntersuchung werden truppenwirksam:
Richtfunkgerätesatz R-414
TF-Leitungsverstärker NUP H-6/12 (Buda)
Im Ergebnis des Forschungsthemas der ZFN und Laborerprobung:
Mikrorechnergesteuerte KW-Funklinie
wird erkannt, dass die Steuerrechner auf serienmäßigen Komponenten basieren müssen und
die Echtzeit- Programmiersprache PLZ-RTC ein richtiger Ansatz ist.
Mai 1984
vom Militärtechnischen Institut übernahm die ZFN die Themenbetreuung für die Staatsplanthemen
Funkerarbeitsplatz FuAP1 (Stand K4 teilweise)
Breitbandantenne KAR 1310 (Stand K4 vor Erprobung)
Objekt 1002 mit Teilkomponenten Neuer Entwicklungsvertrag erforderlich)
Bis zum Jahresende wurde der Serienanlauf für FuAP1 und KAR 1310 gesichert.
Juni 1984
Die Serienfreigabe
Tonfrequenz-Code-Wahlsatz TCW-S
für fehlerarme Wähl-/kennzeichenübertragung bei schwierigen Leitungsbedingungen.
Die Serienfreigabe
Zusatz-Umsetzerschrank für Anpassungsumsetzer zu MSN-70 Endvermittlungen.
Jahr 1984
In der ZFN wurde entwickelt
Prüfrechner für technische Abnahmen im S1
Diagnose-Prüfprogramm,
Dadurch wird bei der Abnahmen von Zwischenvermittlungsstellen ZVSt ca. 50-60% Zeit eingespart. Für die betriebstechnische Führung des S1 werden aus dem Prüfgerätesystem PGS eingeführt:
Universeller Steuer- und Analyserechner USAR
Zustands-/Potentialabtaster ZPA
Nach Einführungsuntersuchung wird in die Truppe eingeführt:
Trägerfrequenz- Meßkomplex P-326
01. Februar 1985
Die Zentralstelle für Nachrichtennetze ZFN besteht 10 Jahre. Die Anwendung der Mikroelektronik für militärische Führungs-und Arbeitsprozesse verändert die Arbeitsschwerpunkte in den kommenden Jahren.
1. HJ 1985
Aus Importen nach Einführungsuntersuchung werden truppenwirksam eingeführt:
Zeitgeteiltes Telegraphie-Übertragungsgerät P-327/12
Tragbares UKW-Funkgerät R-159
2.HJ 1985
Im Stabsbereich des Chef Nachrichten wurde das Leitungs-und Informationssystem LIKS
dauerhaft installiert. Rechner P8000 sind über Glasfaser verbunden. PC`s als Terminal sind angeschlossen. Zwischen den P8000 wir uucp als Transferprotokoll genutzt. Die

P8000 sind zunächst über Koaxialkabel und später über Glasfaser verbunden.


Jahr 1985
Die Entwicklung von Komponenten de Prüfgerätesystems PGS 65 für die Wartung und Betriebsführung im Sondernetz 1,
Universeller Steuerrechner USAR
Probeverbindungsgerät PVG
Automatischer Antwortgeber AAG
wurde abgeschlossen. Die Serienproduktion beginnt 1986.
Das Entwicklungsthemen
Automatische Telfonzentrale ATZU
Zweitnebenstellenumsetzer ZNUs 4/5
Teilnehmerumsetzer TlnUs 1/2
wurden abgeschliossen
Für die Truppe sind ab 1986 verfügbar:
KW-Empfänger EKD 500 (fernsteuerbar vom Mikrorechner)
Lagegeräte UNF 76 und UNF 74 für die U700-Verkehrsfunktechnik
Jahr 1986
Als weitere Komponenten der Prüfgerätesystems PGS 65 für das S1sind verfügbar:
Verkehrsmeßeinrichtung VME
Betriebskontrolleinrichtung BKE
Ferschreibmeßeinrichtung FSME
Der importierte
Funkgerätesatz R-440-0 wird der Truppe übergeben.
Für die operative Führungsanlage OFA 1002 wurden Teilkomponenten fertig entwickelt:
Magnetbandaufzeichnungsgerät MAG 2
Datums- und Zeitanzeige DZA 86
Anwesenheitsanzeige AWA 50
Die Truppenerprobung OFA 1002 war für 1990 geplant, fand jedoch nicht mehr statt.
Im Ergebnis der in der ZFN geleisteten Vorarbeiten
Automatisierte Funklinie
wird die Entwicklung im Funkwerk Köpenick aufgenommen:
Rechnergesteuerte Funkleitzentrale
September 1987 bis Juni 1988
Die Einführung des Mehrplatz-Mikrorechersystems P8000 (SSR16) in die Truppe wurde durch Lehrgänge vorbereitet, getragen durch Angehörige der ZFN und des ZKI der ADW:
Hardware P8000, Software P8000, Unix-Betriebssystem WEGA, Superuser Aufgaben
Einführung in die höheren Programmiersprachen C, LISP, PROLOG, TURBO-PASCAL, und PLZ-RTC als Realtime-Programmiersprache

Datenbanksystem Ing-db unter WEGA
dbase I I (Redabas), Supercalc
Die ersten zehn Anlagen der elektron. Vermittlung ENA 64 (NZ 400-64) wurden produziert.

Frühjahr 1987:
Der Rechnerkomplex Nachrichten (RKN) mit UNIX-Rechnern P8000 (SSR16) und
P8100 (mit Echtzeitzusatz und uucp über Glasfaser) umfaßt:
Hauptdispatcher Sondernetz 1
Diensthabender Nachrichten (DN)
Chef Nachrichten MfNV
sechs weitere Terminal-Arbeitsplätze
Jahr 1988
Der spezielle Steuerrechner SSR16 (P8000), 16bit, mit WEGA (UNIX) wurde zur Nutzung in die Nachrichtentruppe eingeführt.
Auf zwei internationalen Militärausstellungen wurden vorgeführt:

Rechner SSR16
Muster der rechnergesteuerten Funkleitzentrale

Konzept perspektivisches Nachrichtenführungssystem
Jahr 1989
In der ZFN wurde die elektronische Vermittlung NZ400 (ENA) zur Transitzentrale ENA-T
modifiziert und als ENA-T in das Sondernetz 1 (S1) als Zwischenvermittlung ZVSt eingebunden.
Zur Vorbereitung eines Datennetzes über Telefonkanäle (X.25) wurde auf das Vorbildsystem DATEX-P orientiert (Embargo). Koordiniert mit Robotron und der AdW wurde am Entwicklungsthema Paketvermittlung A7800 experimentell mitgearbeitet.
Es existierte ein Automatisches Führungssystem der Landstreitkräfte PASUV.
Im Forschungsvorhaben OSNOVA für ein automatisiertes Nachrichtenführungssystem ASUS, im Rahmen des PASUV, wurden in der ZFN Softwarekomponenten mit vernetzten P8000 erarbeitet und erprobt. Daraus entstand ein Beitrag zu den taktisch-technischen Forderungen an das international zu schaffende ASUS.